Widerspruch gegen die Teilungsversteigerung

Widerspruch gegen die Teilungsversteigerung

Bei einem Erstkontakt h√∂re ich sehr h√§ufig, man habe einen Widerspruch gegen die Teilungsversteigerung eingelegt oder die Gegenseite habe einen Widerspruch gegen die Teilungsversteigerung eingelegt. Dann muss ich jedes Mal darauf aufmerksam machen, dass dies so nicht zutreffen kann. Einen Widerspruch gegen die Teilungsversteigerung gibt es n√§mlich als Rechtsmittel √ľberhaupt nicht. Es ist also gar nicht m√∂glich, einen Widerspruch gegen die Teilungsversteigerung einzulegen. Gemeint ist n√§mlich etwas ganz¬†anderes. Das will ich nachfolgend erl√§utern.

Widerspruch gegen die Teilungsversteigerung ‚Äď nicht m√∂glich¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†

Eine Teilungsversteigerung ist eine Zwangsversteigerung. Die offizielle lange Bezeichnung lautet ja bekanntlich ‚ÄěZwangsversteigerung zur Aufhebung der Gemeinschaft‚Äú. Eine solche Zwangsversteigerung findet also auch gegen den Willen eines Miteigent√ľmers statt. Es ist ja sogar der Regelfall, dass der Antragsgegner die Teilungsversteigerung eigentlich lieber verhindern w√ľrde. Das geht aber nicht. Das geht auch nicht mit einem Widerspruch gegen die Teilungsversteigerung. Ein solcher Widerspruch ist n√§mlich nicht m√∂glich. Es w√ľrde ja auch dem Sinn einer Zwangsversteigerung zuwiderlaufen.

Unser Gesetzgeber hat dem Recht, nicht in einer Gemeinschaft festgehalten zu werden, der man nicht mehr angeh√∂ren m√∂chte, einen sehr hohen Rang einger√§umt. Deshalb ist eben auf Antrag eines einzelnen Mitglieds der Gemeinschaft diese aufzul√∂sen. Das Mittel dazu ist die Teilungsverssteigerung ‚Äď zwangsweise.

Nicht Widerspruch gegen die Teilungsversteigerung, sondern Antrag auf einstweilige Einstellung

M√∂glich ist jedoch etwas ganz anderes. Das Teilungsversteigerungsverfahren l√§sst sich zwar nicht g√§nzlich vermeiden. Aber man kann unter gewissen Voraussetzungen einen zeitlichen Aufschub erreichen. Man kann n√§mlich einen Antrag auf einstweilige Einstellung des Verfahrens stellen. Wenn dieser Antrag erfolgreich ist ‚Äď er ist es meistens leider nicht ‚Äď dann wird das Verfahren f√ľr sechs Monate ruhend gestellt. Die sechs Monate k√∂nnen auf Antrag einmalig auch noch mal um weitere sechs Monate verl√§ngert werden. W√§hrend dieser sechs Monate (bzw. zw√∂lf Monate) nimmt das Verfahren also keinen Fortgang. Es pausiert sozusagen. Danach wird das Verfahren dann allerdings durchaus fortgesetzt. Es wurde also nicht etwa g√§nzlich aufgehoben, sondern nur einstweilen eingestellt.

Und genau dieser Antrag auf einstweilige Einstellung ist gemeint, wenn man mir sagt, man habe einen Widerspruch gegen die Teilungsversteigerung eingelegt. Mit dieser falschen Bezeichnung geht dann aber fast immer auch eine falsche gedankliche Vorstellung einher. Diese falsche Vorstellung f√ľhrt dann auch dazu, dass die Antr√§ge auf einstweilige Einstellung meistens abgewiesen werden. Wer an einen Widerspruch gegen die Teilungsversteigerung denkt, wird dann n√§mlich auch den Einstellungsantrag falsch begr√ľnden. Sein Gedanke ist: ‚ÄěIch will die Teilungsversteigerung nicht‚Äú. Dann wird er also alle m√∂glichen Gr√ľnde vorbringen, warum die Teilungsversteigerung nicht stattfinden solle.

Nicht die falschen Gr√ľnde f√ľr die Einstellung vorbringen

Mit dieser Begr√ľndung kann das Gericht jedoch gar nichts anfangen. Das Gericht kann ja nicht das Verfahren aufheben, nur weil einer der Beteiligten es gern so h√§tte. Denn das Gericht ist dazu verpflichtet, die Teilungsversteigerung durchzuf√ľhren. Gr√ľnde, die daf√ľr spr√§chen, das Verfahren gar nicht durchzuf√ľhren, kann das Gericht also gar nicht beachten.

Das Gericht kann nur einen Aufschub gew√§hren in Form der einstweiligen Einstellung. Daf√ľr k√∂nnen aber nur solche Gr√ľnde sprechen, die es sinnvoll erscheinen lassen, diesen Aufschub zu gew√§hren. Also m√ľssen diese Gr√ľnde darauf abzielen, dass sich w√§hrend des Aufschubs etwas an den Verh√§ltnissen √§ndert. Es kann sich also nur um solche Gr√ľnde/Hindernisse handeln, die im Moment zwar bestehen, innerhalb von sechs Monaten aber behebbar sind.

Krasses Beispiel: Wenn jemand unheilbar krank ist, dann ist das kein Grund f√ľr einen Aufschub; denn er wird in sechs Monaten immer noch unheilbar krank sein. Der Aufschub macht also keinen Sinn, weil dadurch nichts gewonnen wird. Ein Grund k√∂nnte es aber sein, wenn jemand zwar jetzt schwer krank ist, in sechs Monaten aber voraussichtlich geheilt sein wird.

Bitte sprechen Sie also nicht von einem Widerspruch gegen die Teilungsversteigerung, wenn Sie eigentlich den Antrag auf einstweilige Einstellung meinen.

Weitere eingehende Informationen zum Verfahren der Teilungsversteigerung finden Sie unter www.teilungsversteigerung.net.

Viele Gr√ľ√üe

Ihr Klaus Dreyer

 

 

12 Gedanken zu „Widerspruch gegen die Teilungsversteigerung“

  1. Sehr geehrter Herr Dr. Dreyer,

    ich habe eine Frage zum Antrag auf Aussetzen eines Zuschlags bei einer Teilungsversteigerung.
    Ein (in seinen Worten) Sachkundiger sagte mir, dass es zusätzlich zu den bekannten 5/10 und 7/10 Regelungen bei Versteigerungen auch eine 8/10 Regelung gibt, die besagt, dass Antragssteller oder Antragsgegner eine Aussetzung des Zuschlags unter 8/10 des VWs beantragen können, stimmt dies?

    Wer kann √ľberhaupt einen solchen Antrag auf Aussetzung stellen, und wann muss dieser gestellt werden wenn man an den Tag der Versteigerung denkt (vor der Versteigerung, w√§hrend oder nach dem Zuschlag)?

    Ich freue mich auf Ihre Antwort
    Mit freundlichen Gr√ľ√üen

    Dr. Marc Lohrey

    1. Sehr geehrter Herr Dr. Lohry,

      ich habe eine Frage zum Antrag auf Aussetzen eines Zuschlags bei einer Teilungsversteigerung. Ein (in seinen Worten) Sachkundiger sagte mir, dass es zusätzlich zu den bekannten 5/10 und 7/10 Regelungen bei Versteigerungen auch eine 8/10 Regelung gibt, die besagt, dass Antragssteller oder Antragsgegner eine Aussetzung des Zuschlags unter 8/10 des VWs beantragen können, stimmt dies?
      Nein, das ist unzutreffend.

      Wer kann √ľberhaupt einen solchen Antrag auf Aussetzung stellen,
      Nur ein Inhaber eines Rechts, das bei Nichterreichen der 7/10-Grenze beeintr√§chtigt w√ľrde. Damit sind aber nicht die Alteigent√ľmer gemeint. Denen steht nur der √úbererl√∂s zu, also das, was nach Bedienung der das Grundst√ľck belastenden Rechte (z.B. Grundschulden) √ľbrig bleibt. Der Anspruch der Alteigent√ľmer auf den √úbererl√∂s stellt kein Recht dar, welches dazu berechtigte, den Antrag auf Versagung des Zuschlags wegen Verletzung der 7/10-Grenze zu stellen.

      und wann muss dieser gestellt werden wenn man an den Tag der Versteigerung denkt (vor der Versteigerung, während oder nach dem Zuschlag)?
      Der Antrag muss gestellt werden nach Ende der Bietstunde (denn dann steht ja die Höhe des Meistgebots fest), aber vor der Erteilung des Zuschlags; denn nach der Erteilung des Zuschlags ist es ja zu spät.

      Viele Gr√ľ√üe
      Ihr Klaus Dreyer

  2. Mein Bruder und ich haben Dezember 2019 das Haus unserer Eltern (Mutter verstorben) von unserem Vater als Schenkung erhalten, unter der Voraussetzung, dass er Wohnrecht auf Lebzeiten hat. Ich wohne mit meinen 2 minderjährigen Kindern und meinem Vater (Pflegefall, wird von mir gepflegt) in diesem Haus.
    Im Februar 2023 hat mein Bruder eine Teilungsversteigerung bei Gericht beantragt.
    Mein Vater hat daraufhin die R√ľckgabe der Schenkung gefordert noch keine 10 Jahre verstrichen – Verarmung – grober Undank), da er mit seiner Rente (ca. 350 Euro) und dem Pflegegeld (Pflegestufe 3 – 535 Euro) verarmen w√ľrde. Er lebt mit mir und ich komme f√ľr die meisten Ausgaben auf.
    Mein Bruder hat sich bisher nicht ger√ľhrt, hat uns blockiert und reagiert nicht.
    K√∂nnen Sie mir sagen, wie ich hier vorgehen k√∂nnte. Kann mein Vater die R√ľckgabe der Schenkung dann vor Gericht beantragen? Ich habe bereits zugestimmt, da es zum Wohl meines Vaters und nat√ľrlich auch meiner Kinder ist. Sollten wir ausziehen m√ľssen, k√∂nnte ich keine Wohnung/Haus zum Kauf oder Miete besorgen, um weiterhin meinen Vater zu pflegen, Ein Pflegeheim kann ich auch nicht bezahlen. Das Sozialamt w√ľrde sich das Haus auch zur√ľckholen, wenn mein Vater Unterst√ľtzung beantragt.
    Können Sie mir sagen, was ich tun kann?
    Ich bin echt verzweifelt und bin am Ende meiner Kr√§fte. Ich wei√ü nicht ob ich es schaffe und ob ich √ľberhaupt weitermachen kann und will….. es ist zu viel Kampf und meine Lebenslust schwindet.
    Danke f√ľr jeden Ratschlag.

    1. Hallo Frau Reising,

      Mein Bruder und ich haben Dezember 2019 das Haus unserer Eltern (Mutter verstorben) von unserem Vater als Schenkung erhalten, unter der Voraussetzung, dass er Wohnrecht auf Lebzeiten hat. Ich wohne mit meinen 2 minderjährigen Kindern und meinem Vater (Pflegefall, wird von mir gepflegt) in diesem Haus.
      Im Februar 2023 hat mein Bruder eine Teilungsversteigerung bei Gericht beantragt.
      Mein Vater hat daraufhin die R√ľckgabe der Schenkung gefordert noch keine 10 Jahre verstrichen ‚Äď Verarmung ‚Äď grober Undank), da er mit seiner Rente (ca. 350 Euro) und dem Pflegegeld (Pflegestufe 3 ‚Äď 535 Euro) verarmen w√ľrde. Er lebt mit mir und ich komme f√ľr die meisten Ausgaben auf.
      Der Schritt Ihres Vaters, die R√ľckgabe der Schenkung zu fordern, erscheint mir angesichts der Umst√§nde durchaus vern√ľnftig. Wenn Ihr Bruder darauf nicht reagiert, dann wird Ihr Vater dieses Verlangen gerichtlich durchsetzen m√ľssen. Das ist allerdings ein anderes Gericht als das Versteigerungsgericht. Dazu muss Ihr Vater nat√ľrlich einen Anwalt einschalten.

      Mein Bruder hat sich bisher nicht ger√ľhrt, hat uns blockiert und reagiert nicht.
      K√∂nnen Sie mir sagen, wie ich hier vorgehen k√∂nnte. Kann mein Vater die R√ľckgabe der Schenkung dann vor Gericht beantragen?
      Ja, dazu muss er gegen Ihren Bruder klagen. Daf√ľr ist aber nicht das Versteigerungsgericht zust√§ndig.

      Ich habe bereits zugestimmt, da es zum Wohl meines Vaters und nat√ľrlich auch meiner Kinder ist.
      Ihre Zustimmung ist dazu nicht erforderlich; denn Ihre H√§lfte des Hauses ist durch die R√ľckforderung der Schenkung ja nicht betroffen.

      Sollten wir ausziehen m√ľssen,
      Das m√ľssen Sie ja auf keinen Fall, denn Ihr Vater hat doch ein Wohnrecht, welches durch die Versteigerung nicht untergehen w√ľrde.

      k√∂nnte ich keine Wohnung/Haus zum Kauf oder Miete besorgen, um weiterhin meinen Vater zu pflegen, Ein Pflegeheim kann ich auch nicht bezahlen. Das Sozialamt w√ľrde sich das Haus auch zur√ľckholen, wenn mein Vater Unterst√ľtzung beantragt.
      Können Sie mir sagen, was ich tun kann?
      Ich bin echt verzweifelt und bin am Ende meiner Kr√§fte. Ich wei√ü nicht ob ich es schaffe und ob ich √ľberhaupt weitermachen kann und will‚Ķ.. es ist zu viel Kampf und meine Lebenslust schwindet.
      Lassen Sie sich nicht durch diesen Blödsinn unterkriegen, den Ihr Bruder da veranstaltet.

      Danke f√ľr jeden Ratschlag.

      Viele Gr√ľ√üe
      Ihr Klaus Dreyer

  3. Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,
    meine Exfrau ist v√∂llig durchgeknallt und m√∂chte lieber eine Teilversteigerung unserer Immobilie (jedem geh√∂rt die H√§lfte )durchf√ľhren. Ich m√∂chte ebenso zeitgleich verkaufen, aber √ľber einen Makler, weil ich das Kapital dringender ben√∂tige als wie sie.
    Durch den geplanten Zwangsverkauf meiner Ex, bef√ľrchte ich finanzielle Nachteile und das h√§tte sie sich zu gerne gew√ľnscht um mich zu schaden. Was kann ich tun, um das zu verhindern?
    Könnte ich Rekress von ihr verlangen, sollte sie wirklich damit durchkommen?
    Mit freundliche Gr√ľ√üe
    Stefan M.

    1. Sehr geehrter Herr Mandera-Keri,

      meine Exfrau ist völlig durchgeknallt
      Das sehe ich allerdings nicht so.

      und m√∂chte lieber eine Teilversteigerung unserer Immobilie (jedem geh√∂rt die H√§lfte )durchf√ľhren.
      Dazu ist sie berechtigt.

      Ich m√∂chte ebenso zeitgleich verkaufen, aber √ľber einen Makler,
      Also sind Sie sich jedenfalls soweit einig, dass Sie beide die Immobilie veräußern wollen.

      weil ich das Kapital dringender benötige als wie sie.
      Durch den geplanten Zwangsverkauf meiner Ex, bef√ľrchte ich finanzielle Nachteile
      Sie nehmen offenbar irrt√ľmlich an, dass bei der Versteigerung ein geringerer Erl√∂s erzielt wird als bei einem Verkauf √ľber einen Makler. Erfahrungsgem√§√ü ist aber eher das Gegenteil der Fall.

      und das h√§tte sie sich zu gerne gew√ľnscht um mich zu schaden.
      Unterstellen Sie Ihrer Ex doch nicht, dass sie sich selbst schaden m√∂chte, nur um Ihnen zu schaden. Der Schritt Ihrer Ex ist durchaus vern√ľnftig.

      Was kann ich tun, um das zu verhindern?
      Gar nichts. Sie sollten das auch nicht verhindern wollen. Versuchen Sie lieber, das Beste aus der Situation zu machen und Ihren Erlösanteil möglichst bald zu bekommen. Dabei könnte ich Ihnen helfen.

      Könnte ich Regress von ihr verlangen, sollte sie wirklich damit durchkommen?
      Nein.

      Viele Gr√ľ√üe
      Ihr Klaus Dreyer

  4. Sehr geehrter Herr Dr. Dreyer,

    ich habe einen Antrag auf Teilungsversteigerung gestellt Рdieser ist vom zuständigen Amtsgericht heute abgelehnt worden!

    Was kann ich tun?

    Besten Dank f√ľr Ihre Zeit.

    Mit freundlichen Gr√ľ√üen,
    M. Neuner

    1. Sehr geehrte Frau Neuner,

      dazu m√ľssten Sie mir schon mal sagen, mit welcher Begr√ľndung Ihr Antrag abgelehnt wurde.

      Viele Gr√ľ√üe
      Ihr Klaus Dreyer

  5. Sehr geehrte Damen und Herren,
    kann man die einstweilige Einstellung einer Teilungsversteigerung f√ľr 6 Monate fordern, wenn das Gutachten zu dem Objekt wesentliche Fakten nicht bzw. nur unzureichend ber√ľcksichtigt hat. Das in Rede stehende Objekt befindet sich im Au√üenbereich und unterliegt damit dem Bundesbaugesetz, wonach es in diesem Fall eine Nutzungseinschr√§nkung (Nutzung nur durch den aktuellen Eigent√ľmer und keine Vermietung m√∂glich) gibt, die in dem Gutachten mit einer Wertminderung von lediglich 3.000,– Euro auf den ermittelten VW ber√ľcksichtigt wurde. Dar√ľber hinaus liegen Gutachten aus 2015 (350 Teuro) und 2021 (570 Teuro rd. 60 % auseinander, wobei die Vermutung besteht, dass die Betreiberin Einfluss darauf genommen hat, da sie den eingesetzten Gutachter aus ihrer eigenen T√§tigkeit als Maklerin gut kennt.

    1. Sehr geehrter Herr Geidies,

      kann man die einstweilige Einstellung einer Teilungsversteigerung f√ľr 6 Monate fordern, wenn das Gutachten zu dem Objekt wesentliche Fakten nicht bzw. nur unzureichend ber√ľcksichtigt hat.
      Nein.
      Nein. Eine einstweilige Einstellung hat ja auch nichts mit der Richtigkeit des Gutachtens zu tun. Mit einer einstweiligen Einstellung k√∂nnten Sie ja auch nicht darauf hinwirken, dass ein ‚Äď eventuell ‚Äď unrichtiges Gutachten korrigiert wird.

      Stattdessen m√ľssten Sie Ihre Einwendungen gegen das Gutachten vorbringen. Dazu gibt Ihnen das Gericht ja Gelegenheit. Der Gutachter wird dann noch mal dazu Stellung nehmen. Wenn Sie mit der Festsetzung des Verkehrswerts durch das Gericht nicht einverstanden sind, dann k√∂nnen Sie dagegen die sofortige Beschwerde einlegen (Frist zwei Wochen).

      Das in Rede stehende Objekt befindet sich im Au√üenbereich und unterliegt damit dem Bundesbaugesetz, wonach es in diesem Fall eine Nutzungseinschr√§nkung (Nutzung nur durch den aktuellen Eigent√ľmer und keine Vermietung m√∂glich) gibt, die in dem Gutachten mit einer Wertminderung von lediglich 3.000,‚Äď Euro auf den ermittelten VW ber√ľcksichtigt wurde. Dar√ľber hinaus liegen Gutachten aus 2015 (350 Teuro) und 2021 (570 Teuro rd. 60 % auseinander,
      was ich allerdings als nicht ungewöhnlich empfinde; denn in dem Zeitraum sind die Verkehrswerte ja erheblich gestiegen.

      wobei die Vermutung besteht, dass die Betreiberin Einfluss darauf genommen hat, da sie den eingesetzten Gutachter aus ihrer eigenen Tätigkeit als Maklerin gut kennt.
      Mit ‚ÄěVermutungen‚Äú kommen Sie hier allerdings nicht weiter. Auch kann ich kaum glauben, dass der Gutachter sich derart beeinflussen lie√üe.

      Viele Gr√ľ√üe
      Klaus Dreyer

  6. Guten Tag, wir haben diesen Monat die Teilungsversteigerung unseres Hauses (Erbstreit).
    Unser Bruder droht nun damit, auf jeden fall gegen das Gebot Einspruch einzulegen. Er sagt, damit w√ľrde er auf jeden fall durchkommen und das Angebot dann verfallen.

    Stimmt das so oder kann sein Einspruch abgelehnt werden? – Gilt nicht auch die 7/10 Regelung
    – Wie lange w√ľrde das dann wohl dauern?

    Herzliche Gr√ľ√üe M. Joswig

    1. Hallo Frau Joswig,

      Guten Tag, wir haben diesen Monat die Teilungsversteigerung unseres Hauses (Erbstreit).

      Unser Bruder droht nun damit, auf jeden fall gegen das Gebot Einspruch einzulegen.
      Einen ‚ÄěEinspruch‚Äú gegen ein Gebot gibt es nicht.

      Sie m√ľssen nat√ľrlich eine Bietsicherheit leisten, sonst ist Ihr Gebot nicht zul√§ssig.

      Er sagt, damit w√ľrde er auf jeden fall durchkommen und das Angebot dann verfallen.
      Er meint vielleicht etwas anderes. Wenn er alleiniger Antragsteller ist, dann kann er den Zuschlag versagen. Ob er alleiniger Antragsteller ist, teilen Sie mir allerdings nicht mit.

      Stimmt das so oder kann sein Einspruch abgelehnt werden?
      Wie gesagt, einen Einspruch gibt es nicht.

      ‚Äď Gilt nicht auch die 7/10 Regelung
      Nein, nicht bei der Teilungsversteigerung.

      ‚Äď Wie lange w√ľrde das dann wohl dauern?
      Was ist denn ‚Äědas‚Äú?

      Viele Gr√ľ√üe
      Ihr Klaus Dreyer

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